Datenaufnahme

Erfassung von Bienen und anderen Bestäubern

Zwischen April und August 2020 wurden auf den 200 Untersuchungsflächen die Artenvielfalt und die Häufigkeit von Bestäubern ermittelt. Neben den Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen, wurden auch Honigbienen und Schwebfliegen erfasst. Schwebfliegen gelten neben den Bienen als die wichtigsten Bestäuber von Blütenpflanzen. Zudem sind sie von großer Bedeutung bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung, da sich die Larven vieler Arten von Blattläusen ernähren. Kleine und unauffällige Bienen- und Schwebfliegenarten wurden mit Farbschalen gefangen und identifiziert. Für oberirdisch nistende Arten werden experimentelle Nisthilfen aufgestellt, die eine Ansiedlung und Erfassung von Bienen ermöglichen.

Erfassung von Blütenpflanzen und Nistplätzen

Auf allen 200 Untersuchungsflächen wurden während der Transekterfassungen der Bestäuber alle blühenden Pflanzenarten erfasst und die Größe des Blütenangebots ermittelt, das den Bienen und anderen Bestäubern Nahrung liefert. Außerdem wurde das Angebot an Strukturen, die sich als Nistplätze für Bienen eignen, auf allen Flächen geschätzt. Nistplätze für oberirdisch nistende Arten können sich beispielsweise in Totholz, Mauerritzen oder auch künstlichen Nisthilfen befinden. Unterirdisch nistende Arten profitieren von Offenboden, der nicht zu stark bearbeitet wurde.

Erfassung der Landschaftsvernetzung

Wildbienen fliegen auf Ihren Pollensammelflügen je nach Körpergröße bis zu zwei Kilometer weit. Auch auf der Suche nach Nistplätzen können sie weite Strecken zurücklegen. Für Bienen spielt es deshalb eine wichtige Rolle, wie die Landschaft gestaltet ist, in der sie leben. Zunehmender Nutzungsdruck führt zum Verlust der Streuobstwiesen, extensiven Wiesen, Hecken und andere Saumstrukturen und reduziert die Vernetzung von Bienenlebensräumen. Mit Hilfe von Landschaftskartierungen und Luftbildern ermitteln wir in Geographischen Informationssystemen (GIS), wie gut die Untersuchungsdörfer mit Bestäuberlebensräumen in ihrer Umgebung vernetzt sind.

Kontakt


Email: dorfbienen@biozentrum.uni-wuerzburg.de



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  • Lehrstuhl für Zoologie III (Tierökologie und Tropenbiologie)

  • Biozentrum
  • Am Hubland
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